Baskenland: mit dem Esel auf dem Pilgerweg "Camino Ignaciano"

Highlights

- schöne historische Dörfer
- kleine urige Unterkünfte
- landschaftlich reizvoller, unbekannter Pilgerweg
- Weinanbaugebiete der Rioja Alavese
- Abstecher zum spektakulären Tunnel von San Adrián
- hervorragende baskische Gastronomie

Der Jakobsweg ist wohl Spaniens berühmtester Pilgerweg, allerdings sind die meisten Strecken inzwischen meist sehr überlaufen und nicht immer landschaftlich attraktiv. Wenige wissen, dass es in Spanien auch noch andere sehr interessante und kontemplative Pilgerwege gibt. Eine kaum bekannte Route in Nordspanien ist der "Camino Ignaciano" im Baskenland. Hier pilgern Sie auf den Spuren des heiligen Ignatius von Loyola, dem Mitbegründer des Jesuiten-Ordens, vom Eselhof bei Navajas durch die baskischen Berge und die Rioja Alavese zum malerischen Ort Laguardia inmitten der Weinberge. Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Anders als auf dem Jakobsweg wo alle Strecken nach Santiago de Compostela führen, ist hier ganz im Geist von Loyola der Weg selbst das Ziel. Mit Ihrem Esel können Sie auf diesem Teilstück des "Camino Ignaciano" die Erfahrungen des Ignatius von Loyala nachempfinden.

Während Ihrer Eselwanderung im Baskenland haben Sie in den kleinen, familiären Unterkünften die Möglichkeit die hervorragende baskische Küche zu genießen. In Laguardia erwartet Sie dann am Ende der Reise noch eine Weinprobe in einer urigen Bodega.

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise nach Vitoria-Gasteiz oder Narvaja

Individuelle Anreise nach Vitoria-Gasteiz oder Narvaja.

2. Tag: Saroizar (Narvaja) – Arantzazu 8 km. Aufstieg 676 m

Nach dem Frühstück erfolgt ein Transfer zum Eselhof bei Narvaja. Dort erhalten Sie die Einführung in die Handhabung Ihres Esels.
Dann geht es los.
Die heutige Wandertour ist recht kurz, beginnt jedoch direkt mit einem Aufstieg durch die baskischen Berge. Mit der Kirche Nuestra Señora de Arantzazu erwartet Sie am Ende der Wanderung ein von den berühmstesten baskischen Künstlern gestaltetes Kulturgut.

3. Tag: Arantzazu – Urbia 5 km. Aufstieg 385 m

Nach dem Abschied von Arantzazu erwarten Sie auf der heutigen Etappe intensive Eindrücke. Auch diese Etappe ist zur Eingewöhnung recht kurz und lässt Ihnen viel Zeit die Landschaft zu genießen und Ihren Esel noch besser kennen zu lernen. Sie verlassen die Provinz Gipuzkoa in Richtung Álava, im weiteren Verlauf überqueren Sie einen Teil des inländischen Jakobswegs (Camino Interior). Nur wenige Meter von dieser Kreuzung entfernt haben Sie mit einem kurzen Abstecher die Gelegenheit den bekannten Tunnel von San Adrián zu besichtigen, ohne zu sehr von der Hauptroute abweichen zu müssen. Der in die Felsen gegrabene Tunnel war schon in der Bronzezeit vorhanden und galt im 13. Jahrhundert als Hauptdurchgang zwischen dem Königreich Kastilien und dem restlichen Europa. Sie gelangen nun in die Kalksteinlandschaft des Naturparks Aizkorri-Aratz und auf dem weiteren Weg nach Urbia, Ihrem heutigen Tagesziel. Wir empfehlen die Besichtigung der Wallfahrtskirche (Ermita) von Urbia.

4. Tag: Urbia – Araia. 12 km. Abstieg 600 m

Auf Ihrer heutigen Etappe geht es zur Abwechslung überwiegend bergab. Sie wandern zunächst weiter durch die bezaubernde Landschaft der Sierra de Aizkorri-Aratz, passieren den Monolith von Zorrotzari mit der Schutzhütte des Perusaroi-Berges fast daneben und gelangen schließlich zur kleinen Hochebene von Zumarraundi. Anschließend steigen Sie ab nach Araia, wo Sie in einem gemütlichen Landgasthaus am Fuß einer Steilwand übernachten.

5. Tag: Araia – Alda 20 km. Aufstieg 780 m

Heute erwartet Sie eine recht lange Etappe, starten Sie früh. Hinter San Román erwartet Sie ein längerer und recht steiler Anstieg zum Pass Puerto Bikuña, lassen Sie sich Zeit und gönnen Sie sich und Ihrem Esel ausreichend Pausen. Oben angekommen geht der Weg für einige Kilometer im weiteren Verlauf ohne größere Auf- und Abstiege weiter durch Wald, Wiesen und Felder. Sie passieren kleine typisch baskische Dörfer. Nach einem kurzen Aufstieg zum Pass Puerto Nuevo führt der Weg fast nur noch abwärts über Ullíbarri nach Alda, Ihrem heutigen Ziel.

6. Tag: Alda – Santa Cruz de Campezo. 18 Km. Abstieg 225 m

Nach dem Frühstück geht Ihre Pilgerreise auf aussichtsreichen Wegen weiter durch die Montaña Alavesa. Diese Region ist durch ihr grünes Kleinod, das Izki Naturschutzgebiet, bekannt. Hier befindet sich der am besten erhaltene Pyrenäen-Eichenwald Europas. Falls Sie genug Zeit haben, sollten Sie ihn unbedingt besichtigen. In Antoñana können Sie die mittelalterliche Schutzmauer aus dem 12. Jahrhundert anschauen. Bevor Sie die Montaña Alavesa verlassen, sollten Sie unbedingt den ausgezeichneten Honig gekostet haben. Weitere Delikatessen sind die lokale Blutwurst und der in ganz Spanien berühmte Idiazabal Käse. Ihr Weg führt Sie heute nach Santa Cruz de Campezo, wo Sie die Asunción-Kirche besichtigen können.

7. Tag: Sta. Cruz de Campezo – Meano 14 km. Aufstieg 397 m

Sie verlassen heute Santa Cruz de Campezo und wandern zunächst am Waldrand nach Genevilla. Die anstrengendsten und anspruchsvollsten Strecken des Camino Ignaciano liegen nun bereits hinter Ihnen. Die Landschaft ist im weiteren Verlauf sehr vielfältig. Sie wandern zwischen Getreidefeldern und durchqueren den dichten Wald des kantabrischen Hochlands bevor Sie bei Meano ein Meer aus Weinbergen in der Rioja Alavesa erblicken. Meano ist auch Ihr heutiges Tagesziel. Sie übernachten in einem stilvoll restaurierten Dorfhaus.

8. Tag: Meano – Laguardia 15 km. Abstieg 250 m

Die letzte Etappe führt Sie nach Laguardia. Bevor Sie Laguardia erreichen haben Sie noch die Möglichkeit den prähistorischen Dolmen Los Llanos hinter dem Dorf Kripan zu besichtigen. Der Weg führt Sie nun durch Wiesen und Weinfelder nach Laguardia, einem bezaubernden historischen Ort inmitten der Weinfelder am Rande des kantabrischen Hochlands. Das auf einem kleinen Bergrücken gelegene Laguardia ist eines der Zentren des Weinanbaus in der Rioja Alavese. Hier geht es deutlich lebhafter zu und Sie werden die Ruhe der letzten Tage noch stärker zu schätzen wissen, aber auch von der hervorragenden Gastronomie und den vielen kleinen urigen Bodegas profitieren. Lassen Sie sich durch die vielen kleinen Gassen treiben und probieren Sie den weltberühmten Rioja-Wein!

9. Tag: Abreise

Heute heißt es Abschied nehmen von Ihrem treuen 4-beinigen Wegbegleiter. Nach dem Frühstück erfolgt ein Transfer nach Vitoria Gasteiz, von wo Sie individuell abreisen.

Generelle Hinweise

Unterkünfte:

Übernachtung im Doppelzimmer in meist urigen, komfortablen, historischen Unterkünften, Landhäusern oder kleinen Hotels

Anreise

Die individuelle Anreise erfolgt nach Vitoria-Gasteiz (Flughafen/Bahnhof, mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar) oder Narvaja (nur mit Auto erreichbar).

Anforderung

Tour mit durchschnittlicher Kondition und Wandererfahrung machbar.

Hundemitnahme

ist auf Anfrage gg. Gebühr möglich. Bitte informieren Sie uns rechtzeitig vor der Reise, wenn Sie Ihren Hund mitnehmen möchten.

Verpflegung

Falls Sie vegetarische Verpflegung wünschen, geben Sie dies unbedingt direkt bei Buchung an.
Weitere Ernährungsformen (vegan, Glutenunverträglichkeit etc.) können nicht garantiert werden.

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